Workshops

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  Persönliches Programm
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Donnerstag, 25. Februar 2010

 
     
Nr. WS-100 - Workshop
Datum: Donnerstag, 25. Februar 2010
Zeit: 12.00-15.00
Raum: Raum SFo2
Sitzungstitel: Ein Interventionsangebot für Angehörige erwachsener Patientinnen mit Anorexia und Bulimia nervosa
  Holmer Graap, Erlangen Vorsitz
  Dino Zitarosa, Erlangen 2. Vorsitz
  Martina de Zwaan, Erlangen 2. Vorsitz
     

 

Abstract
Die meisten Angehörigen essgestörter Patientinnen sind sehr interessiert und motiviert, ihrem erkrankten Familienmitglied zu helfen. Oftmals fehlen ihnen jedoch die nötigen Informationen oder/und Fertigkeiten dazu. Dies stellt an sich schon eine Belastung für Angehörige dar, Missverständnisse und Fehleinschätzungen bezüglich der Erkrankung und ihrer Auswirkungen führen darüber hinaus oftmals zu Interaktionsproblemen, die die Krankheit weiter aufrecht erhalten können. Vor allem Angehörige erwachsener Patientinnen erhalten in der klinischen Praxis kaum Anleitung um mit ihrer Rolle besser umgehen zu lernen.
Im Rahmen einer Interventionsstudie bieten wir Angehörigen essgestörter Patientinnen eine psychoedukative Kurzintervention von 5 Einzelsitzungen an und wollen mögliche Auswirkungen solch eines Trainings auf das persönliches Wohlbefinden der Angehörigen als auch auf das familiäre Klima untersuchen. Thematisiert werden in den einzelnen Sitzungen unter anderem folgende Themen: Vermittlung von grundlegenden Informationen über Essstörungen, Reflektion eigener typischer Reaktionsweisen, Gemeinsame Essensgestaltung, Kommunikationsfallen, Strategien zur Bewältigung diverser kritischer Situationen (Wutausbrüche, Rituale, Selbstverletzungen etc.) im Umgang mit ihrem kranken Familienmitglied, Achtsamkeit hinsichtlich eigener Bedürfnisse.
In unserem Workshop möchten wir Ihnen die einzelnen Module dieses Angehörigentrainings, welches sich an dem Konzept von Treasure, Smith und Crane (2007) orientiert, inhaltlich und auch praktisch vorstellen.


Nr. WS-101 - Workshop
Datum: Donnerstag, 25. Februar 2010
Zeit: 12.00-15.00
Raum: Raum SFo3
Sitzungstitel: Tagesklinische Behandlung von Essstörungen
  Almut Zeeck, Freiburg Vorsitz
     

 

Abstract
Die tagesklinische Behandlung essgestörter Patientinnen und Patienten gewinnt zunehmend an Bedeutung, da immer mehr Einrichtungen über Tageskliniken verfügen. Die enge Verzahnung von intensiver, multimodaler Behandlung und Aufrechterhaltung des Alltagsbezuges kann je nach Behandlungsphase Vor-, aber auch Nachteile mit sich bringen.
Es wird zunächst auf die grundsätzlichen Besonderheiten und die Indikationsstellung tagesklinischer Behandlung eingegangen sowie ein kurzer Überblick über den Forschungsstand zu Effekten tagesklinischer Therapie bei Essstörungen gegeben.
Der Workshop orientiert sich dann an den Störungsbildern Anorexia nervosa und Bulimia nervosa. Mit Hilfe von Fallbeispielen soll herausgearbeitet werden, welche Unterschiede sich für Patientinnen und Behandlungsteam im Vergleich zu einer stationären Behandlung ergeben. Exemplarisch wird das Freiburger Vorgehen vorgestellt.
Es ist durchaus erwünscht, dass Teilnehmer eigene Erfahrungen und Fallbeispiele in die Diskussion mit einbringen.


Nr. WS-102 - Workshop
Datum: Donnerstag, 25. Februar 2010
Zeit: 12.00-15.00
Raum: Raum SFo4
Sitzungstitel: Essanfälle und Adipositas: Kognitiv-behaviorale Therapie der Binge-Eating-Störung
  Anja Hilbert, Marburg Vorsitz
  Brunna Tuschen-Caffier, Freiburg 2. Vorsitz
     

 

Abstract
Die „Binge-Eating“-Störung (BED) ist eine klinische Essstörung, die durch wiederkehrende Essanfälle ohne regelmäßige unangemessene Maßnahmen zur Gewichtskontrolle gekennzeichnet ist. Die BED geht mit einer erhöhten Psychopathologie und psychiatrischen Komorbidität sowie Übergewicht und Adipositas einher. Der Workshop vermittelt vor dem Hintergrund des aktuellen Forschungsstandes praktisch relevante, diagnostische und therapeutische Strategien in der Psychotherapie von Patienten mit BED. Inhaltliche Schwerpunkte liegen auf evidenzbasierten Strategien zur störungsspezifischen Diagnostik und zur Behandlung von Störungen im Ess- und Bewegungsverhalten, im Selbst- und Körperbild, in der interpersonellen Problemlösung, im Umgang mit Stress sowie in der Affektregulation.

Nr. WS-103 - Workshop
Datum: Donnerstag, 25. Februar 2010
Zeit: 12.00-15.00
Raum: Raum SFo9
Sitzungstitel: Multiprofessionelles Behandlungskonzept der adoleszenten Anorexia nervosa im klinischen Rahmen
  Varinja Blume, Aachen Vorsitz
  Reinhild Schwarte, Aachen 2. Vorsitz
  Christina Klich, Aachen 2. Vorsitz
  Beate Herpertz-Dahlmann, Aachen 2. Vorsitz
     

 

Abstract
Bei der Behandlung der Anorexia Nervosa hat sich ein multiprofessionelles, multimodales Vorgehen bewährt. Der Workshop soll Einblick gewähren in die praktische Umsetzung der wichtigsten Behandlungsmodule unseres Behandlungskonzeptes. Hierzu gehören insbesondere
· Gewichtsmanagement (Festlegen des Zielgewichtes, Kontrolle und Regulation der Gewichtszunahme, Verstärkerpläne)
· Regelung von Kalorienzufuhr und -verbrauch (Planessen, Kalorienzufuhr über hochkalorische Trinkpäckchen und naso-gastrale Sonde, Ausmaß und Art kontrollierter Bewegung)
· Ernährungstherapie mit zahlreichen Trainingseinheiten zum Erlernen selbstständigen Essens (Ernährungsberatung, Modellessen, Kochgruppe, auswärts essen, selbstständig portionieren, frei essen)
· verhaltenstherapeutische Arbeit im Einzel- und Gruppensetting
· kreativtherapeutische Angebote
· Elternarbeit (Psychoedukation, Familiensitzungen, Familienessen) sowie
· Module zur Belastungserprobung und Vorbereitung auf die Entlassung.
Die Bausteine werden aus der Sicht der verschiedenen Berufsgruppen heraus anhand von Arbeitsmaterialien und Falldarstellungen dargestellt.

Nr. WS-105 - Workshop
Datum: Donnerstag, 25. Februar 2010
Zeit: 12.00-15.00
Raum: Raum SFo11
Sitzungstitel: Essstörungen und Persönlichkeitsstörungen
  Ulrich Schweiger, Lübeck Vorsitz
     

 

Abstract
Etwa 20 bis 80 er Patientinnen mit einer Essstörung erfüllen auch die Kriterien einer oder mehrerer Persönlichkeitsstörungen. Die häufigsten Persönlichkeitsstörungen sind die vermeidend-selbstunsichere, die zwanghafte und die Borderline-Persönlichkeitsstörung. Patientinnen mit einer Persönlichkeitsstörung haben ein erheblich erhöhtes Risiko gestörtes Essverhalten zu entwickeln. Das Vorliegen einer Persönlichkeitsstörung ist mit einer geringeren Wahrscheinlichkeit von Remission der Essstörung verbunden. Die Intensität der Persönlichkeitsstörungssymptomatik nimmt aber ab, wenn es zu einer Remission der Essstörung kommt. Der Workshop gibt einen Überblick über aktuelle Therapieansätze, welche die Komorbidität von Essstörungen und Persönlichkeitsstörungen explizit berücksichtigen, nämlich die Dialektisch-Behaviorale Therapie für Essstörungen (DBT-E) und die Cognitive-Behavioral Therapy - Expanded nach Fairburn.

Literatur:
Fairburn,C.G. Cognitive Behavior Therapy and Eating Disorders. Guilford, New York 2008
Safer,D.L. et al. Dialectical Behavior Therapy for Binge Eating and Bulimia. Guilford, New York 2009
Sansone,R.A., Levitt,J.L. Personality Disorders and Eating Disorders. Routledge, New York 2006

Nr. WS-106 - Workshop
Datum: Donnerstag, 25. Februar 2010
Zeit: 15.30-18.30
Raum: Raum SFo2
Sitzungstitel: CBT-E bei Anorexia nervosa
  Gaby Groß, Tübingen Vorsitz
  Stephan Zipfel, Tübingen 2. Vorsitz
     

 

Abstract
In der Praxis existieren viele verschiedene Ansätze für die Behandlung der Anorexia nervosa (AN), gleichzeitig fehlen jedoch bis heute größere randomisierte kontrollierte Studien, die eine angemessene Evaluation von Psychotherapieverfahren für diese Störung ermöglichen. Die sogenannte ANTOP-Studie (Anorexia Nervosa Treatment of OutPatients), die bisher größte multizentrische Untersuchung weltweit zur ambulanten Psychotherapie bei erwachsenen AN-Patientinnen, soll diese Lücke schließen. Ziel der Studie ist es, die Wirksamkeit zweier spezifischer Psychotherapieverfahren, kognitive Verhaltenstherapie (CBT) und fokale psychodynamische Psychotherapie, zu untersuchen, die sich aufgrund der bisherigen empirischen Evidenz am erfolgversprechendsten in der Behandlung der AN erwiesen haben. Für die Durchführung der Therapien wurden gemeinsam mit internationalen Beratern spezifische Behandlungsmanuale entwickelt. Die Behandlung umfasst 40 ambulante Einzelsitzungen über eine Dauer von 10 Monaten. In diesem Workshop wird das in der ANTOP-Studie verwendete CBT-Manual vorgestellt und einzelne Interventionen mit den TeilnehmerInnen praktisch durchgeführt.

Nr. WS-107 - Workshop
Datum: Donnerstag, 25. Februar 2010
Zeit: 15.30-18.30
Raum: Raum SFo3
Sitzungstitel: Elternarbeit bei kindlicher und adoleszenter Anorexia nervosa
  Ulrich Hagenah, Aachen Vorsitz
  Beate Herpertz-Dahlmann, Aachen 2. Vorsitz
     

 

Abstract
Vorgestellt werden sollen die wesentlichen Aspekte des Behandlungsmoduls "Elternarbeit in der Behandlung von Kindern und Jugendlichen mit Anorexia nervosa vorgestellt werden. Im Mittelpunkt steht dabei die Durchführung von Psychoedukationsgruppen für die Eltern, wie sie in der Aachener Klinik seit mittlerweile mehr als 10 Jahren durchgeführt werden. Mittlerweile haben Eltern von weit mehr als 300 Patientinnen an diesen Schulungen teilgenommen. In fünf Sitzungen über jeweils 90 min werden hier den Eltern anhand von PowerPoint-Präsentationen vielfältige Informationen zum Krankheitsbild, Folgen des Hungerns sowie zum Behandlungskonzept vermittelt. Die Teilnahme wird von vielen Eltern als sehr hilfreich und von Schuldgefühlen entlastend erlebt.
Weitere Aspekte des Workshops sind die begleitenden Gespräche mit den Eltern im Behandlungsverlauf sowie die Durchführung gemeinsamer Mahlzeiten mit Eltern und Patientin, welche im Verlauf der stationären Behandlung mit den Familien in der Klinik durchgeführt werden.



Nr. WS-108 - Workshop
Datum: Donnerstag, 25. Februar 2010
Zeit: 15.30-18.30
Raum: Raum SFo4
Sitzungstitel: Stationäre Psychotherapie der Bulimia nervosa
  Ute Engelbach, Bochum Vorsitz
  Stephan Herpertz, Dortmund 2. Vorsitz
     

 

Abstract
Die Frage einer ambulanten oder stationären Therapie der BN richtet sich nach der Schwere der Psychopathologie, der Komorbidität und des psychosozialen Arrangements, worin auch die Familiendynamik und der Grad der krankheitsbedingten Isolation innerhalb des sozialen Umfelds miteinbezogen sind. Als differentialdiagnostisch wertvoll erwiesen hat sich die Unterteilung in bulimische Patientinnen mit einer psychoneurotischen Störung auf neurotischem Entwicklungsniveau gegenüber den Patientinnen mit Ich-struktureller Störung, die häufig eine umfassendere Störung der Impulskontrolle aufweisen (z. B. Suchtproblematik, automutilative Tendenzen). Insbesondere bei letzteren Patientinnen erscheint eine stationäre Psychotherapie sinnvoll.
Ein wesentlicher Bestandteil jeglicher Psychotherapie von Patientinnen mit BN ist die Struktuerierung ihres Lebens im Allgemeinen und ihres Essverhaltens im Besonderen, wozu u.a. auch die Festlegung eines Basisgewichts gehört, welches individuell zu bestimmen ist, jedoch ein suboptimales wahrscheinlich unter dem konstitutionellen Körpergewicht der Patientin liegendes Gewicht verhindern soll, um den bulimischen Circulus vitiosus von latenten Hungerzuständen und Kontrollverlusten aufzuheben. Ein von der Patientin geführtes “Bulimieprotokoll” gibt Aufschluss über die Art der bisherigen Essgewohnheit, über den Ablauf, die Frequenz und die situativen Besonderheiten von Essanfällen und bietet in der Therapie die Möglichkeit der Analyse von Auslösesituationen und deren zukünftiger Verhinderung. Neben verhaltenstherapeutisch-kognitiven Therapieelementen, die vornehmlich die Bearbeitung dysfunktionaler und irrationaler Überzeugungen bezüglich Figur und Gewicht zum Ziel haben, haben sich auch psychodynamische Therapieverfahren in der Bearbeitung des neurotischen Konflikts, der Patientinnen mit BN fast pathognomonischen Selbstwert-Problematik wie auch der Persönlichkeitsstörung als letztendlich die bulimische Essstörung unterhaltende Pathomechanismen bewährt.
Neben der Konfrontation mit ihren inneren Widersprüchen und Verleugnungen, muss der Versuch unternommen werden, intrapsychische und interpersonelle Konfliktkonstellationen, die nicht selten ein enormes aggressives Konfliktpotential in sich bergen und ein bulimisches Essverhalten nach sich ziehen, aufzudecken und die meist diffus wahrgenommenen Gefühle und seelischen Spannungszustände in bewusstseinsnähere differenziertere Empfindungen zu transformieren. Langfristiges therapeutisches Ziel ist bei diesen Patientinnen die Verbindung dissoziierter Ich-Anteile zu einer stabilen Ich-Identität und die Aufhebung der Schwarz-Weiß-Zeichnung ihrer Objektbeziehungen. Zur Illustration des Konzepts werden im Workshop Videobeispiele eingesetzt.


Nr. WS-110 - Workshop
Datum: Donnerstag, 25. Februar 2010
Zeit: 15.30-18.30
Raum: Raum SFo10
Sitzungstitel: Stationäre Therapie der Anorexia nervosa bei Erwachsenen
  Hans-Christoph Friederich, Heidelberg Vorsitz
     

 

Abstract
Die Anorexie ist eine psychische Erkrankung die gekennzeichnet ist durch ein krankhaftes Hungern, das als ich-synton erlebt wird und mit Krankheitsverleugnung und Ambivalenz gegenüber der Behandlung einhergeht. Die Magersucht ist zugleich je nach Ausmaß des Untergewichts und des „purging Verhaltens“ eine massive körperliche Erkrankung.
Im Rahmen des Workshops wird das Heidelberger Zwei-Phasen-Modell der integrativen, multimethodalen stationären Behandlung der Magersucht vorgestellt. Mit diesem Stufenmodell wird hervorgehoben, dass die Ernährungs- und körperliche Situation ab einem kritischen Punkt zunächst verbessert werden müssen bevor die Betroffenen neue Erfahrungen im psychotherapeutischen Prozess erleben und lernen können. Das Behandlungskonzept ist psychodynamisch orientiert und enthält verhaltensbezogene Elemente.
In der ersten Behandlungsphase dominiert ein stärker symptomorientiertes Vorgehen bezogen auf Gewicht und Essverhalten. Anhand von Fallbeispielen werden das Erstellen von Therapieverträgen, der Einsatz von Esstagebüchern sowie notwendige Rahmenbedingungen der stationären Behandlung diskutiert. Ferner werden Strategien und Techniken vermittelt für die essentielle Motivationsarbeit in der Anfangsphase. Der erste Teil des Workshops befasst sich zusätzlich mit dem therapeutischen Umgang von medizinischen Problemen und Komplikationen der Magersucht.
In der zweiten Behandlungsphase liegt der therapeutische Fokus auf dem affektiven Erleben, dem Beziehungsverhalten sowie dem Selbstwerterleben der Patientinnen. Anhand von Fallvignetten wird näher auf typische maldaptative, zyklische Beziehungsmuster von Anorexie-Patientinnen eingegangen. Ferner werden Interventionsempfehlungen gegeben, die die Betroffenen neugierig machen sollen für von der anorektischen Erlebniswelt unabhängige innere Prozesse des Erlebens und Wahrnehmens. Des Weiteren werden anhand von Fallbeispielen Strategien und Techniken für den Umgang mit typischen Krisensituationen vermittelt.
Es ist vorgesehen, klinische Erfahrungen und Fallbeispiele der Workshopteilnehmer zu diskutieren.


Nr. WS-111 - Workshop
Datum: Donnerstag, 25. Februar 2010
Zeit: 15.30-18.30
Raum: Raum Fo7
Sitzungstitel: Körperbildtherapie bei Patientinnen mit Essstörungen
  Jennifer Svaldi, Freiburg Vorsitz
  Brunna Tuschen-Caffier, Freiburg 2. Vorsitz
     

 

Abstract
Die Therapie der Körperschemastörung erweist sich oftmals als anstrengend und schwierig, sodass es häufig zu einem stagnierenden Therapieverlauf mit unzureichender Gewichtszunahme und/oder anhaltendem Erbrechen, einer Beibehaltung der Körperunzufriedenheit sowie Spannungen innerhalb der therapeutischen Beziehung kommt. Im Kurs lernen sie daher die wichtigsten Grundprinzipien der Bearbeitung der Körperschemastörung durch Körpervideoeinsatz und Spiegelübungen. Mittels Fallbeispielen, Videodemonstrationen und Rollenspielen sollen die Interventionen möglichst praxisnah vermittelt werden.

Nr. WS-112 - Workshop
Datum: Donnerstag, 25. Februar 2010
Zeit: 15.30-18.30
Raum: Raum SFo11
Sitzungstitel: Ernährungstherapie der adoleszenten  Anorexia nervosa und Bulimia nervosa im stationären Bereich
  Maria-Helene Flacke-Redanz, Aachen Vorsitz
  Beate Herpertz-Dahlmann, Aachen 2. Vorsitz
     

 

Abstract
Der Workshop behandelt die Möglichkeiten der Ernährungstherapie bei Anorexia nervosa und Bulimia nervosa im stationären Bereich.
Ziel der Ernährungstherapie ist eine Gewichtszunahme bzw. Gewichtsstabilisierung sowie eine Verbesserung der ernährungsbedingten Mangelzustände.
Möglichkeitenund Grenzen des Kostaufbaus durch berechnete Essenspläne und deren Einhaltung, sowie der Einsatz bilanzierter Trinknahrungen und Sondennahrung im Klinikalltag werden vorgestellt.
Ein weiteres Ziel der Ernährungstherapie ist die Veränderung des häufig ritualisierten Essverhaltens, wie z.B. langsames, kleinbissiges Essen und die Aufhebung von „selbsterteilten Verboten“ für meist energiereiche Nahrungsmittel und Gerichte.
Zu diesen Themen werden Übungen vorgestellt und über Erfahrungen in der praktischen Umsetzung berichtet.




Nr. WS-113 - Workshop
Datum: Donnerstag, 25. Februar 2010
Zeit: 15.30-18.30
Raum: Raum SFo14
Sitzungstitel: Störungsorientierte psychodynamische Therapie der Bulimie
  Günter Reich, Göttingen Vorsitz
 

Abstract
Störungsorientierte psychodynamische Psychotherapie muss die Spezifika der jeweiligen Symptomatik und die in Verbindung hiermit stehenden relevanten Konflikte und strukturellen Störungsanteile behandeln. Die Behandlung der Bulimia nervosa umfasst folgende Schritte:
1. Störungsorientierte Diagnostik mit Erfassung der bulimischen Symptomatik, möglicher Auslöser, des Basis-Essverhaltens, des Körperbildes und Körperideals und deren Entwicklung sowie der Entwicklung relevanter Beziehungen.
2. Aufbau eines Arbeitsbündnisses mit der Formulierung eines auf die Symptomatik Behandlungsfokus (Konflikt oder Struktur orientiert).
3. Behandlungsphase mit Besonderheiten der Übertragung und der Abwehr, z. B. der Schamproblematik, der mangelnden Integration konflikthafter Selbstanteile sowie struktureller Schwierigkeiten (z. B. Affektregulierung, Impulskontrolle).
4. Abschlussphase mit den Problemen der Integration des Erarbeiteten.
Diese Schritte werden mit Beispielen dargestellt.